Nach der Weinlese ist vor der Weinlese. Das gilt für die Winzer jedes Jahr. Wenn die letzten Trauben von den Rebstöcken genommen sind, beginnt die Arbeit, die eine reichhaltige Lese im folgenden Jahr gewährleisten soll. Gute Weine wollen schließlich gepflegt werden. Wichtig ist es, die Rebstöcke entsprechend zu scheiden. Das ist wichtig, da die Pflanzen damit genügend Kraft sammeln, um zahlreiche Knospen entwickeln zu können. Natürlich kann der Winzer bei Pflanzenschnitt auch Einfluss darauf nehmen, wie viele Knospen an den Rebstöcken hervorgebracht werden. So können von vorherein jene Äste entfernt werden, die durch einen Frost oder Hagel ohnehin beschädigt werden. Diese benötigen dann nicht unnötigerweise die Energie der Pflanze und diese kann sich dann auch die wirklich wichtigen Äste konzentrieren.
Mit der Rebschere geht es dann ans Werk. Hier können Winzer sowohl auf die traditionelle Variante zurückgreifen, die ausschließlich durch die eigenen Körperkraft betätigt wird oder sie wählen die elektrische Ausführung. Das hängt auch ganz von der Größe des Weingutes ab. Bei der Wahl der Äste, welche geschnitten werden, entscheidet der Fachmann. Die sogenannten Augen – also Triebe, die angedeutet aber noch nicht ausgebildet sind – sind ein guter Anhaltspunkt. Ein Ast sollte immer so geschnitten werden, dass ein neuer Trieb den neu gewonnenen Platz günstig für dich nutzen kann.
Es ist also nicht zu verleugnen, dass die Winzerarbeit echte Knochenarbeit ist. Kein Wunder, dass der Weinversand so sorgsam mit seinen bdquo;Zulieferern“ umgeht. Schließlich sind es die Winzer, die die echten edlen Weine hervorbringen. Es lohnt sich also, jenen Weinhändlern den Vorzug zu geben, die den Wein schon beim Winzer kennenlernen und dessen Arbeit zu schätzen wisssen.








