Die heutige Kochkunst scheint darin zu bestehen, jedes Gericht mit einer dicken Schicht Käse zu überbacken. Kinder lassen ihre Stullen heimlich im Müll verschwinden und kaufen sich ein fettiges Käsebrötchen. Und was ist das Ende vom Lied? Man nimmt zu und muss den Diätkäse erfinden. Und damit nimmt das Schicksal erst Recht seinen Lauf. Diätkäse ist durch einen geringeren Fett- und Salzgehalt kalorienreduziert. Zugleich sind Fett und Salz aber Geschmacksträger. Ergo schmeckt der Diätkäse nicht so intensiv. Statt nun einen würzigeren Käse zu wählen und weniger zu nehmen, essen wir einfach mehr Diätkäse, wie z. B. einen Smoked Gouda Cheese. Irgendwie kann es das auch nicht sein…
Käse für die schlanke Linie
Doch der Diätkäse kann nichts für unsere Unarten! Es wäre ja schrecklich, wenn man auf Genuss verzichten müsste, nur weil man eine Diät machen muss. Die kann man schließlich aus ganz verschiedenen Gründen machen – und durchhalten kann man sie nur, wenn es einem schmeckt. Diätkäse ist besser als gar kein Käse, denkt sich mancher. Im Zeitalter der Wellness gehört es einfach dazu, dass man das Schlemmen von allzu viel Kalorien entschärft und statt dessen die Light-Version des Gerichts genießt. Eine schlanke Linie entsteht schließlich nicht von allein. Genuss ohne Reue, so lautet das aktuelle Motto. Lebensfreude passt nicht zum Verzicht. Vielmehr will man ohne schlechtes Gewissen genießen. Daher: Ein Hoch auf den Diätkäse, dessen Erfindung uns an unsere guten Vorsätze erinnert. Spätestens, wenn der Bikini nicht mehr passt, ist Zeit für frischen Salat, knackiges Obst, knuspriges Knäckebrot mit Diätkäse und ein paar Extra-Einlagen Walking.










